...was Sie beachten sollten.
Im Frühsommer, in der Zeit von Mitte Mai bis etwa Mitte Juli führt der Weg vieler Spaziergänger an hohen Wiesen- und Grasflächen vorbei. Vor allem an Waldsäumen und auf hochgewachsenen Waldlichtungen kommt es immer wieder zu Begegnungen mit Rehkitzen. Die Mütter sind tagsüber nicht auszumachen und so werden die Kitze häufig als verwaist betrachtet. Doch diese Annahme ist falsch, denn Rehkitze liegen nicht zufällig alleine. Die Rehmütter verstecken ihre Jungen nach der Geburt bevorzugt im hochgewachsenen Gras. Dort können die Kitze nicht gesehen werden. Bis die Jungen kräftig genug sind, um ihren Eltern zu folgen, werden sie in der Morgen- und Abenddämmerung von den Ricken gesäugt. Die Fehler, die der Mensch aus Unwissenheit begeht, enden für die meisten Kitze tödlich: Immer wieder stellen z. B. Spaziergänger Wachen auf, um die vermeintlich verlassenen Tiere zu „schützen“. Tatsächlich bringt das die Kitze in Gefahr. Abgeschreckt durch den menschlichen Geruch wagen sich die Ricken nicht mehr an ihre Jungen heran. Wird das Kitz sogar angefasst, kommt das einem Todesurteil gleich. Die Mütter nehmen ihre Jungen nicht mehr an.
In der Zeit von Mai bis Mitte Juli sollten Spaziergänger folgendes beachten:
- Niemals Rehkitze anfassen, streicheln oder mitnehmen !
- Auf den Wegen bleiben und hohe Wiesen nicht betreten !
- Wenn Rehkitze entdeckt werden, den Bereich sofort verlassen und/oder meiden !
- Bei begründetem Verdacht, dass Rehkitze gefährdet sind, den Revierförster oder Jagdpächter sofort benachrichtigen.
Frau Anja Linz – Polzin für den Tierschutz Stadt Langen u.U.e.V.
