im Notfall die Polizei verständigen!
Sie sitzen in der Sauna, ertragen die Hitze nicht mehr und wollen nur noch nach draußen. Doch Sie können die Tür nicht öffnen. Genauso oder ähnlich fühlen sich Hunde, die in Autos zurückgelassen wurden, die in der prallen Sonne geparkt wurden. Die Vierbeiner, die das ganze Jahr ihren Pelz tragen müssen, verfügen dazu im Gegensatz zu uns Menschen nicht über Schweißdrüsen und können nur über die Zunge und einem Teil der Pfoten schwitzen.
Jedes Jahr bezahlen unzählige Hunde die Unachtsamkeit ihrer zweibeinigen Besitzer mit dem Leben. Leider wird allzu oft die Temperaturentwicklung in einem geparkten Auto unterschätzt. Vor allem kann aus dem Auto, das auf einem kühlen Schattenplätzchen abgestellt wurde, durch die wandernde Sonne ganz schnell ein Backofen werden. Außentemperaturen von 25°- 30° C können das Wageninnere auf 60° - 80° C aufheizen. Selbst das immer wieder praktizierte spaltbreit geöffnete Autofenster reicht nicht aus, da die nötige Luftzirkulation so nicht hergestellt werden kann. Aber auch in Parkhäusern droht den Vierbeinern Gefahr. Hohe Außentemperaturen in Kombination mit der Feuchtigkeit lassen dort ein fast tropisches Klima entstehen und führen bei den Tieren zum Kollaps.
Ebenso sollten Hunde beim Einkaufen nicht in der Sonnenglut angeleint werden. Gerade in den zubetonierten einkaufsmeilen ist es besonders heiß. Deshalb empfehlen Tierschutzvereine den Vierbeiner am besten daheim zu lassen. Ist dies nicht möglich, sollten die Besorgungen auf die Morgen - und Abendstunden verschoben werden.
Auf keinem Fall sollten Hunde in den Sommermonaten länger als 20 Minuten im Auto zurücklassen. Auch sollten alle, die einen Hund im Auto bemerken, das in der prallen Sonne steht, unverzüglich den Polizeiruf 110 zu wählen. Die Polizei wird versuchen, schnellstmöglich den Halter ausfindig zu machen. Gelingt dies nicht, darf sie das Auto aufbrechen.
